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15/09: Home is where the heart is...
...und des Vogels Herz hüpfte am Donnerstag vor Aufregung gleich bis in die Kehle, formte dort ein glucksendes Freudenlachen und flog weiter über die vertrauten Silhouetten des Hechtviertels hinauf in den abendlichen Himmel. Ich war wieder da! Und ich würde meine lieben, in Dresden gewonnenen Freunde in nostalgischer Konstellation wiedersehen! Und als Huldigung an alte Zeiten (hach, Tränchen-verdrück), gibts die Highlights meines Dresden-Revival-Wochenendes in der einzig wahren Form:
Die TOP 10 des Langen Wochenendes (chronologisch)
1. Nach angemessenem Angefressen-Sein (meine ursprüngliche Mitfahrgelegenheit versetzte mich auf frechste Weise) eine sehr nette Fahrt im Campingbus des MIA.-Fanbetreuers/Dokumentators/Merchers erleben. Austausch über Festivalerlebnisse und Lieblingsbands und eine im Sinken durchs Fenster blinkende Abendsonne inklusive.

2. Meine drei liebsten Freunde und Kollegen in "unserer" alten WG über dem Bautzner Tor in die Arme schließen.
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12/08: Der Bericht, Teil 2

SAMSTAG
Kindgerechter Einstieg
Nach verdientem und notwendigem Ausschlafen und Rumgammeln trafen meine Festivalbegleiterin V. und ich uns dann doch erst um sieben wieder am Flughafen, mittlerweile vetrauter Ort. Gewohnt pünktlich begannen auf der second stage 1000Robota mit ihrem deutschsprachigen Teenie-Rotzrock aus Hamburg. Ganz vorn am Wellenbrecher: Die zwei wohl jüngsten Festivalbesucher, von Sänger Anton bald lobend erwähnt, da der Kleene (sieben oder acht) wirklich jeden Text mitsingen konnte. Respekt!

Oben präsentierte sich die Band souverän frech. So jung und schon so arrogant: Das kann wohl nur das Musik-Biz oder eine ausgeklügelte Attitüde schaffen - oder beides...

Nach einem kurz angedacht aber dann doch längeren akustischen Reinschnuppern bei "The Rifles" hatte V. Lust auf Stoff: Ne Caipi sollte es sein, das olle Bier knallte doch nicht. Ich sah uns schon den Anfang von Zoot Woman am Tresen verfolgen, so lange dauerte es, aber das sollte erst der Anfang von der Geschichte "Warten an der Bar" sein. Noch hatten wir Glück und schlängelten uns zeitig mit der doppelt bestrohalmten Caipi vor die main stage. Im Bühnenhintergrund prangte schon die schwebende Büste in roter Haube; die Spannung stieg...
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10/08: Berlin Festival 2009 - der Bericht, Teil 1

Du sitzt im Park, am Landwehrkanal, an der Spree oder an einer beliebigen BVG-Haltestelle. Verstohlen wandert dein Blick wiederholt zu dem Typen mit der fenchurch-Shadowcap, zu dem Mädchen mit dem "wasted Berlin youth"-Shirt, zu dem Nerd mit der Festival-Leinentasche. Dein Blick wird erwiedert, bleibt an deinen längst nicht mehr leuchtenden Plastikarmreifen hängen. "Na, auch auf'm Berlin Festival gewesen?" Ein stolzes Nicken. Er hat sich gleich gestern noch das Album von Oneida runtergeladen, er seine von Deichkind gelöscht, sie blättert in der InTouch nach Fotos von Peter Doherty und seinem Sohn. Auch du wirfst deine Erinnerungen in die Schale, sie überschneiden sich mit denen der anderen, driften auseinander, treffen sich wieder. Jedem sein Berlin Festival. Jedem seine Neuentdeckungen, Enttäuschungen und bleibenden Bilder. This is my truth, tell me yours:
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05/08: Der Anruf kam um 14:28
"Ja, hallo?""Ja, guten Tag, hier spricht xy von der Hauptstadtkampagne "be berlin". Sie hatten an unserem Wettbewerb zum Berlin Festival teilgenommen..."
"Jaaa?!"
"Naja, das ist zwar alles sehr subjektiv, aber uns hat Ihr Text am Besten gefallen und würden das gerne mit zwei Festivaltickets belohnen."
"..."
"Freuen Sie sich?"
"..."

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19/07: Nicht schon wieder!
Mein Musikliebhaberherz blutet! Schon wieder! Vor 15 Jahren dies: Ich hörte auf einer Ferienfreizeit in Spanien zum ersten Mal "Radio Gaga" von... nein, NICHT von der Lady mit den Riesenlackschleifen, sondern natürlich von der größten Glam-Poser-Drama-Rockband EVER! Ich war damals hin und weg, besser gesagt erst hin (zum "Plattenladen meines Vertrauens, damals noch Kaufhaus "Hitzemann" in Bad Oeynhausen, um mir die "Greatest Hits II" zu kaufen) und dann weg (-getreten, als ich feststellen musste, dass diese großartige Band schon damals nicht mehr existierte). Das war bitter, das war schade. Dagegen ist die Nachricht, die mich heute via "eigentlich-google-ich-gerade-was-anderes" erreichte, nicht so schlimm: Schließlich durfte ich dank meines guten Freundes und first music-provider Tobi diese tolle Band wenigstens einmal live erleben. Die traurige Rede ist von TIGER LOU. Letzte Konzerte in Deutschland auf drei besuchsunwerten Festivals (was schon "Rocken am Brocken" heißt, pfff!) und dann ist es aus, vorbei. Oh, Horatio, was soll ich dazu sagen? Welche Band wird sich wohl als nächstes auflösen, bevor oder kurz nachdem ich sie für mich entdeckt habe? Orca hates tourists standen ja auch schon kurz davor, stehen aber gerade wieder auf, sogar bald durch einen Bassmann verstärkt. Ich drücke die Daumen. Und höre weiter die verbleibenden drei wunderschönen Alben von Tiger Lou. Und hänge endlich mal das in Dresden vom Bauzaun gekratzte Tourplakat mit dem Kristall-Logo auf. Und gebe euch dies mit auf den Weg:Mit einer Träne im Augenwinkel,
euer Stolpervogel