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    <title>Der Stolperblog</title>
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      <title>Der Stolperblog</title>
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    <item>
 <title><![CDATA[Tourtagebuch München, Teil 7]]></title>
 <link>index.php?itemid=1871</link>
<description><![CDATA[<b>Dienstag, 3.11.</b><br />
<br />
Der Tag der "Premiere" beginnt unspektakulär. M. kommt heim, hat ihren Arzttermin verpasst. Spät mümmeln wir eine geteilte Tiefkühlpizza in uns hinein, dann muss sie in die Hochschule. Ich stapfe später los, die Wiener Straße hinunter zur Isar, am wunderschönen Jugendstilbad entlang, mache einen kurzen Abstecher zum Shop des Deutschen Museums (Souvenirs, Souvenirs) und gehe weiter zum Isartor. Dort, in einem der beiden Türme, ist das Valentin-Karlstadt-Musäum untergebracht.<br />
Ich zahle 1,99 Eintritt und amüsiere mich schon beim Aufstieg durch das enge Treppenhaus am allgegenwärtigen Valentinschen Humor. In der ersten Etage angekommen lenkt mich offensichtlicher Live-Gesang über mir vom Ausstellungsraum ab und ich steige ganz nach oben ins urige, mit Nippes vollgestopfte und gut besuchte Turmstüberl. Dort stehen zwei Damen in Dirndl und singen Volkslieder, ich bleibe neugierig stehen.<br />
Zwei ältere Bayern, nennen wir sie Egon und Berti,  laden mich zu sich und ihren Frauen an den Tisch ein, wollen mir etwas zu trinken spendieren. Ich frage, was denn heute hier los sei und erfahre, dass ich zufällig passend zum monatlichen Münchner Volkssänger-Treffen, das immer am ersten Dienstag im Monat hier stattfindet, gekommen bin. Da muss ich natürlich bleiben und bestelle auf Empfehlung von Egon eine "süße Schorle", die sich als Weinschorle entpuppt - und ich habe gleich einen halbe Liter geordert! Lustig, lustig. <br />
Von den Scherzen und Konversationsversuchen sowie auch von den Liedern verstehe ich nur die Hälfte, aber der Wein tut sein Übriges. Trotzdem verabschiede ich mich bald, schließlich will ich das Museum noch sehen und später O. seinen Schlüssel aushändigen. <br />
]]></description>
 <category>Ausflüge</category>
<comments>index.php?itemid=1871</comments>
 <pubDate>Wed, 04 Nov 2009 17:09:16 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Tourtagebuch München, Teil 6]]></title>
 <link>index.php?itemid=1870</link>
<description><![CDATA[<b>Sonntag, 1.11.</b><br />
<br />
Beim Frühstück gesteht mir O., dass er werde Blumenkohl noch Broccoli mag. Allerheiligen steht jedwedem Sonntags-Verkauf im Weg, O. lenkt nach zwei verworfenen Lebensmittel-Beschaffungs-Plänen ein, einfach beides zu probieren.<br />
Strahlender Sonnenschein verdirbt mir ein wenig die Lust, mich in einem kalten, düsteren Probenraum zu verkriechen, aber ich habe meine Hausaufgaben gemacht und will sie nun auch vortragen.<br />
T. lobt meine Arbeit, wir kommen gut voran, ich fühle mich endlich wohl in meinen "Modulen".<br />
Kollegin S. kommt dazu, ich tanke ein wenig Sonne vor dem Eingang, zur Doppelprobe kommt es nicht mehr, weil schon Bühnenbildnerin und Videokünstlerin zur technischen Probe anrücken.<br />
Zuhause mag O. nicht mehr vor dem Rechner sitzen. Wir spazieren durch das Glockenbachviertel zur Isar.<br />
Wir machen Halt an einem "Münchener Ort", der laut SZ "wie Berlin ist" - ein Kiosk mit Spätverkauf direkt am Fluss. Wir kaufen Bier. Auf die Frage, ob der gute Mann hinter dem counter uns die Flaschen auch öffnen könnte, schüttelt der nur den Kopf: "Ich kann's euch nur verkaufen, trinken müsst ihr's selber." Okay, dieser Ort ist nicht wie Berlin - oder?<br />
O. öffnet unsere Biere (Beck's - er, Tegernseer - ich) am schon arg gezeichneten Brückengeländer und wir strollen am Ufer antlang. Die Runde wird kurz, O, ist zum Fußball verabredet. Ich nehme die leeren Flaschen mit nach Hause.<br />
Ich telefoniere lange mit M., schütte ihm mein erschrockenes Herz über Leipzig, das Theatrium und den 15. November aus. Es tut gut, mit ihm zu sprechen.<br />
Ich verbringe den restlichen Spätnachmittag vor dem Rechner, bis O. zurückkommt und verkündet, dass seine Freundin F. im Stau steht und wahrscheinlich erst gegen zehn in München sein wird. Wir sollen schon anfangen zu Kochen.<br />
Ich bin Küchenchef, gebe Schnippelanweisungen und hadere mit dem viel zu kleinen Wok. O. schaut mir neugierig über die Schulter, während ich die höchst simple Erdnusssoße zubereite.<br />
Endlich essen. O. überwindet seine B&B-Blockade und findet beides lecker. <br />
Im "Tatort" soll ein einstiger Partygast von O.&F. zu sehen sein, wir schalten ein und finden ihn lange nicht.<br />
F. kommt erschöpft nach Hause und wärmt sich Essen auf. Wir finden "Titanic" im TV, F. glaubt, an meinem Akzent herauszuhören, dass ich aus Thüringen (!) käme. Beim genauen Hinhören fällt mir meine "ostdeutsche" Satzmelodie tatsächlich selber auf. Was tut man nicht alles, um sich von den Bajuwaren abzugrenzen :-)   <br />
Wir leiden und lachen mit Kate und Leo ("kimm zürick, kimm zürick!") und ich gehe schlafen, ein wenig bedauernd, dass ich morgen nochmal umziehen muss.<b>Montag, 2.11.</b><br />
<br />
Ich wache ein letztes Mal unter Balken und Glockengeläut auf.<br />
Anruf beim JobCenter: Unglaublich, ein schneller (!) Termin wegen der Leipzig-Sache.<br />
O. kauft lange ein, ich skype mit M., liege schon halb verhungert auf der Tastatur, als es Frühstück gibt.<br />
Draußen Dauerregen, ich gehe trotzdem in die Stadt, kaufe ein Geschenk für O.&F. (das frische CouchSurfing-Gästebuch) und gebe die Suche nach roter Schuhcreme auf.<br />
Ich packe meinen restlichen Kram zusammen und fahre zu meiner vorerst letzten Münchener Gastgeberin M., die nicht weit weg, dafür aber im 4. Stock wohnt. Atemlos stehe ich bei ihr in der Tür.<br />
M. ist eine kleine, lustige Person - witzigerweise sind alle meine CS-Gastgeber kleiner, als ich sie mir aufgrund der Profilfotos vorgestellt habe.<br />
Wir trinken frischen Chai-Tee, ich stelle fest, dass ich O.&F.'s Zweitschlüssel mitgenommen habe. Ich vereinbare eine Übergabe mit O.<br />
Ich fahre mit der Bahn zur Probe, verabrede mich vorher sehr vage mit M., die später auf ein brasilianisches Fest an der Münchener Freiheit gehen will/muss, um dort einen potentiellen neuen Arbeitgeber kennenzulernen.<br />
Die Probe läuft so geht so, Diskussionen und Änderungen Pflichtprogramm. Am Ende blicken wir der Aufführung zuversichtlich entgegen - ist ja auch schließlich eine Werkstattpräsentation, Fehler und Unfertigkeiten erlaubt oder sogar erwünscht. <br />
T. spendiert Prosecco und bedankt sich für die Zusammenarbeit. Leicht euphorisiert habe ich nun doch Lust auf das brasilianische Fest, versuche M. zu erreichen, die ihr Telefon nicht hört.<br />
Ich fahre auf gut Glück Richtung Münchener Freiheit, aber mit den spärlichen Angaben "dort in der Nähe" und "Theater" finde ich nichts. Das Herumlaufen macht im unablässigen Regen auch bald keinen Spaß mehr, zudem nörgelt der Magen. Ich setze mich in eine Dönerbutze an der Freiheit und ignoriere standhaft die Annäherungsversuche zweier Dauer-Barhocker. Nein, ich möchte nichts trinken. Nein, ich verrate euch mein Sternzeichen nicht. Ja, ich möchte einfach nur essen, danke schön! Anstrengend!<br />
Um kurz vor zwölf mache ich mich schließlich auf den Heimweg, ohne M. erreicht zu haben. Ihre SMS erreicht mich beim Umsteigen von U-Bahn zu U-Bahn, sie war tatsächlich nur wenige Meter von meiner Dönerbude entfernt im "Skyline" - von wegen Theater... Blöd gelaufen. <br />
Ich richte mich bei M. zu Hause ein, lese noch ein paar Seiten, döse dann weg, das Handy auf Vibration in meiner Hand, um M. später reinzulassen. Um kurz vor drei dann wieder eine SMS von ihr: Sie hat den letzten Bus verpasst, übernachtet jetzt bei Freunden in Schwabing. Blöd gelaufen, Teil II. Am nächsten Morgen wird sie mir erzählen, dass sie auch ziemlich genervt von der Party war und nun, nach einem nächtlichen Durch-die-Nacht-irren auf der Suche nach einem noch fahrenden Bus, auch noch krank. Blöd gelaufen, Teil III. Wie war das noch mit "alle guten Dinge..."?<br />
<br />
]]></description>
 <category>Ausflüge</category>
<comments>index.php?itemid=1870</comments>
 <pubDate>Wed, 04 Nov 2009 12:45:29 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Tourtagebuch München, Teil 5]]></title>
 <link>index.php?itemid=1869</link>
<description><![CDATA[<b>Donnerstag, 29.10.</b><br />
<br />
Ich komme ein Bisschen bei S. an, fahre mit ihrem schnellen Radl zur Einzelprobe. Regisseurin T. weiß plötzlich nicht recht was mit mir anzufangen, wir probieren verschiedenes aus, einiges scheitert an meiner Müdigkeit.<br />
Die Musikerinnen kommen dazu, wir probieren den Einlass-Song. Athmosphären funktionieren nicht, wir verwerfen viel, ich bin erschöpft.<br />
Ich fahre mit dem frustrierenden Gefühl nach Hause, heute nicht gereicht zu haben.<br />
S. hat Wäsche gewaschen und überlässt mir ihr Bett - herrlich!<br />
<br />
<b>Freitag, 30.10.</b><br />
<br />
Ich hole Schlaf nach, lasse das Frühstück ausfallen und profitiere von meiner vorabendlichen Kauflust: Pizza und frischer griechischer Salat!<br />
Ich räume S.'s Wohnung auf, T. ruft an, fragt, ob ich früher kommen kann, sie hätte da eine Idee. Panik kommt auf, warum nur? Ich verschiebe das Aufräumen auf später, werde aber trotzdem noch aufgehalten: Das Theatrium Leipzig ruft an und stellt einen erschreckenden Termin in den Raum: 15. November. Bis dahin müsste, sollte ich im Vorsprechen überzeugen, mein Arbeitsvertrag dort geschlossen werden, offizielle Meldung in Leipzig inklusive. Würde ich alle Konsequenzen in dem Moment richtig sehen, würde es mich umhauen. Ich fahre zur Probe.<br />
T. versucht, nach anscheinend sehr vielversprechenden Einzelproben mit den Anderen, meine "Module" für die Performance einzugrenzen. Das geht schon besser, aber immer noch nicht überzeugend.<br />
Die anderen kommen dazu, wir probieren die "Schimpfliste".<br />
Ein Durchlauf folgt, es geht einigermaßen.<br />
Bis auf zwei KollegInnen und mich gibt's freies Wochenende. Ich bin froh über eine weitere Einzelprobe, hoffe auf den Aha-Effekt und Ausgeschlafenheit.<br />
Ich fahre zu S., räume weiter ein und auf und ziehe zu meinen neuen Gastgebern, O.&F. um, die mitten in der Altstadt wohnen.<br />
O. empfängt mich sehr zuvorkommend, seine Freundin F. ist übers Wochenende zu ihren Eltern nach Dresden (hach, Dresden) gefahren.<br />
O. zeigt mir die noch recht neu bezogene Wohnung, ich komme aus dem Staunen und Toll-Finden nicht heraus. Meine Couch steht auf dem ausgebauten Dachboden, direkt unter den alten Holzbalken. Aus dem Dachfenster sieht man gerade noch die Türme der Frauenkirche.<br />
Wir kochen Nudeln mit Tomatensauce, ein Freund kommt vorbei, wir streiten über Kohlenoxide und essen schlimm-süße Geburtstagspralinen.<br />
O. und sein Kumpel brechen zu einer weiteren Geburtstagsparty auf, ich verzichte und gehe bald schlafen.<b>Samstag, 31.10.</b><br />
<br />
Ich wache von fernem Glockengeläut auf und fühle mich an meine beiden Altstadtwohnungen in Bielefeld und Heidelberg erinnert. <br />
O. holt Brötchen, pardon, Semmeln, und wir frühstücken zusammen. T. ruft an und gibt mir "Hausaufgaben" für die morgige Probe auf.<br />
Mit O.'s geliehenem Mountainbike fahre ich an der Isar entlang Richtung Oberföhring. Der Fluss hält, was andere versprachen und zeigt sich in türkis-blau, klar und kalt, von Kies ausgekleidet und umrandet. Das Bike verleitet mich zu einem kurzen Off-Road-Ausbruch, grimmig verfolgt von einem echten Mountainbiker.<br />
Kurz hinter dem Stauwehr fahre ich über die St. Emmeram-Brücke in den Englischen Garten hinüber, immer auf der Pirsch nach herbstlichen Farbeindrücken.<br />
Aufgrund fehlender Sonne präsentieren sich Bäume und Wiesen in gedeckten Farben, Nachbearbeitung wird nötig sein.<br />
Ich verfolge geduckt und mit Handykamera im Anschlag eine größere Gruppe Graugänse, als ein Hund losstürmt und die Gänse auffliegen lässt. Ich ducke mich gerade noch rechtzeitig vor diesem plötzlichen Luftangriff, das Rauschen und Knattern der Flügel dicht über meinem Kopf.<br />
Es wird zu kalt zum langen Verweilen, ich fahre mit Zwischenstopp am Chinesischen Turm und am Japanischen Teehaus zurück.<br />
Alle Einkäufe erledigt (Lebensmittel für mein asiatisches Kochstudio am Sonntag), Geschenk für meine Theaterfreundin F., auf deren Geburtstagsparty ich später fahren werde), gönne ich mir zu Hause eine heiße Dusche. <br />
O. kommt von seinem Baumarkttag zurück, ich füttere mein blog und erfahre von S., das ihre Geburtstagsparty erst um 21:00 losgeht. Um mich vor dem Verhungern zu bewahren, esse ich Brot und erschrecke dabei O. mit meiner Senf-Verschandelung des guten Parmaschinkens. <br />
Ich fahre zu S., merke dort schnell, dass dies nicht meine Party ist: Küsschen rechts, Küsschen links; hach, das schöne Kleidchen; wann kommen denn endlich die Jungs? Ich beobachte das Ganze von außen, trinke ein leckeres Tegernseer und esse Kürbiscremesuppe nach Plan. Fast habe ich schon keine Lust mehr auf noch eine Party, fahre aber doch hin.<br />
F. feiert im "Lebenslust" in Schwabing. Mein Empfang dort das reinste Gegenteil von der eben verlassenen Party: F. freut sich ungeheuer, mich zu sehen, ihre Freunde und Bekannten schließen mich schnell ein - was unter Theatermenschen natürlich auch leichter gelingt.<br />
F.'s drei blonde Brüder sind da, sie spielen zur heranrückenden Stunde Null. Sekt wird gereicht, wir stoßen auf F. an, sie besingt ihre Gäste von der Bühne herunter. Ich fühle mich sehr wohl.<br />
Ich lerne F.'s Freund kennen, der in Göttingen am Jungen Theater spielt. Natürlich kennt er wiederum meine liebe Freundin M., zumindest vom Telefon. Kleine, kleine Theaterwelt.<br />
Ich komme kaum dazu, mit F. zu sprechen, zu sehr ist sie Gastgeberin und Geburtstagskind. Ich verabschiede mich früh, morgen soll die Probe gut werden, und radele durch das nächtliche München, das mir heute so schlecht gar nicht erscheint. ]]></description>
 <category>Ausflüge</category>
<comments>index.php?itemid=1869</comments>
 <pubDate>Wed, 04 Nov 2009 11:34:03 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Tourtagebuch München, Einwurf]]></title>
 <link>index.php?itemid=1868</link>
<description><![CDATA[Bilder? Es gibt sie, massenhaft auf USB-Stick. Bis sie von dort den Weg bis in dieses blog schaffen, braucht euer Stolpervogel ein fügsames Bildbearbeitungsprogramm und Zeit. Beides bis auf Weiteres nicht vorhanden, Geduld tut not.]]></description>
 <category>Ausflüge</category>
<comments>index.php?itemid=1868</comments>
 <pubDate>Sun, 01 Nov 2009 19:19:07 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Tourtagebuch München, Teil 4 - Intermission in Hamburg]]></title>
 <link>index.php?itemid=1867</link>
<description><![CDATA[<b>Dienstag, 27.10.</b><br />
<br />
Ich passe S. im Bad ab, darf meine Sachen bei ihr lassen und reise mit leichtem Gepäck und in heiterer Stimmung.<br />
Am Bahnhof gefühlte zehn Kilometer Fußweg bis zu meinem Abteil.<br />
Der Zug ruckelt an, ich schreibe wackelige Moderationskärtchen mit Gurke vorne drauf.<br />
Ich döse ein paar Viertelstündchen, obgleich mein Billig-Nackenhörnchen penetrant Luft verliert.<br />
Ankunft Hamburg-Hauptbahnhof. Kurze Verwirrung angesichts der Ähnlichkeit mit München - bin ich etwa im Kreis gefahren? Touris mit bayerischem Akzent machen die transnationale Verwirrung komplett.<br />
Ich sitze im McD mit Blick über die Gleise. Unter mir fährt ein ICE Richtung Berlin ab. Ich schicke eine Vermissens-SMS an M.<br />
Fußmarsch zum "Sprechwerk", Schauplatz der ersten Vorrunde für das <a href="http://www.regiefestival.de/">Internationale Festival für Theaterregie</a> und erste "Vorrunde" für mich als frischgebackene Moderatorin.<br />
Veranstalter und Ex-Dresdner Kollege D. ist nervös, ich auch, verberge es aber hoffentlich besser. Wir gehen mit den Juroren essen, ich fluche auf meinen Fast-Food-Anfall am Bahnhof, trinke nur nen Kiba.<br />
Letzte Absprachen im Sprechwerk, das Publikum läuft ein, D. begrüßt alle, ich klettere mit leicht wackligen Beinen auf die Treppenstufen vor dem Vorhang. Im Publikum sitzt meine liebe Freundin und Kollegin A. und drückt die Daumen.<br />
Fünf An- und Abmoderationen stolpern aus meinem Mund, die Gurkenkarten helfen. Lediglich ein Regisseur lässt mich ins Schleudern kommen: Wortkargheit seinerseits, Fraglosigkeit publikumsseits, Langsamkeit hinter dem Vorhang. Uaaah, was tun? Auch diese gefühlt endlosen Sekunden gehen vorbei, die letzte Moderation wird von kleiner Erleichterung beflügelt.<br />
A. und ich machen uns auf den Heimweg, sie schiebt ihr Fahrrad in die S-Bahn.<br />
Zwischenhalt Sternschanze. Wir kaufen Astra-Alster zum Gehen, A. findet die letzte noch offene Speisungsstelle und verputzt eine knallrot übergossene Currywurst.<br />
Wir verpassen knapp den Bus, teilen uns das erste Astra an der Haltestelle, geschützt vor dem ewigem Nieselregen. A. schwelgt in Absturzerinnerungen.<br />
Der Bus kommt und spuckt uns kurz darauf schon wieder vor A.'s Haustür aus. Wir sind beide müde und schlafen bald.<br />
  <br />
 <b>Mittwoch, 28.10.</b><br />
<br />
A. bringt auf dem Rückweg vom Zahnarzt Brötchen mit, wir frühstücken und tauschen Probenerfahrungen Hamburg-München aus.<br />
A. fährt zur Probe, lässt mir Stadtplan und Busverbindungen da. Ich plane meinen kleinen Sozialstress: Erst C. und das neue Baby sehen, dann kurz zu C. Nr zwei - zum Glück wissen S. und T. nicht, dass ich in Hamburg bin.<br />
Ich erwische meinen lieben M. bei Skype und verbringe eine gute Stunde im virtuellen Raum mit ihm. Nur noch eine Woche...<br />
Nach einer ausgiebigen Dusche mache ich mich auf den Weg zu C. - mit dem ÖPNV eine Dreiviertelstunde, ich bin pünktlich.<br />
Kuchen und Tee mit C., ihrer Mam, ihrer Nachbarin und dem unglaublich kleinen R. neben mir. Meine kleine Raupe nimmt er schlafend in die winzige Hand, scheint sie zu mögen.<br />
C. erzählt von der Geburt, die Schmerzen sind nicht vorstellbar genug, als das ich erschreckt wäre.<br />
Ich verabschiede mich, bevor ich richtig da bin, fahre mit mehrfachen Zwischenstopps im Nieselregen zu C. Nr. zwei.<br />
Mein geheimer Wunsch erfüllt sich dort: Es gibt etwas zu essen! C. und ihre Freundin A. zeigen mir den Prospekt von ihrem Haus in Spe. All are settling except me...<br />
Die Zeit fliegt, C. fährt mich zur S-Bahn, ich komme pünktlich im Sprechwerk an, werde mit Nachrichten von neuen Arrangements empfangen. Es gibt neues Licht für die Moderation und ein Zeichen, wann der Umbau beendet ist. Sehr gut.<br />
Festivalhelfer R. und ich besprechen den Ablauf der Preisverleihung. D. stimmt zu, wir werden gemeinsam moderieren.<br />
Nach D.'s zweiter Begrüßung steige ich nun schon etwas entspannter die Treppenstufen hoch. Mit dem Tipp von Jurymitglied M., die erste Frage an die Regisseure nicht im Publikum zu suchen, sondern selbst zu stellen, geht es gut voran.<br />
Der Publikumsliebling - und spätere Gewinner des Publikumspreises - verrät sich bereits durch die Lautstärke seines Fanclubs. Wer die meisten Freunde mitbringt, gewinnt.<br />
Nach der Präsentation der zweiten Fünf macht die Jury es spannend. Die Festivalhelfer versuchen sich derweil darin zu übertreffen, meine Moderationskarte, die den Publikumspreisträger verrät, möglichst ansprechend zu gestalten. Ich plädiere für eine weitere Gurke, bekomme aber doch einen knallgelben Festivalflyer.<br />
Publikum und Teilnehmer scharren schon mit den Füßen und saugen wild an ihren Zigaretten, da ist die Jury fertig. D. und ich scheuchen die Leute in den Zuschauerraum, diesmal gehorchen sie schnell.<br />
Der Jurypreis trifft auf Wohlwollen im Team und auch im Publikum, Preisträger und Festival-Wiederholungstäter P. freut sich ehrlich.<br />
Ich verkünde den überraschungslosen Publikumspreis, D. und ich verteilen Danksagungen und Blumen. <br />
Der erste Streich ist geschafft, ich bin leider gedanklich schon wieder in München, kann mich daher auf der anschließenden Party nicht recht entspannen und verabschiede mich bald. Kein networking heute.<br />
In Unkenntnis der Nachtbus-Abfahrtsstelle stapfe ich von der S-Bahn zu Fuß bis zu A. - zum Glück kein Nieselregen mehr!<br />
Kurzer Schwatz mit A., die ich ja auch kaum gesehen habe. Sie ist geschockt vom plötzlichen Rausschmiss einer Kollegin. Die Produktion steht in immer schlechterem Licht.<br />
<br />
<b>Donnerstag, 29.10.</b><br />
<br />
Nach wenig Schlaf klingelt der Wecker viel zu früh. Ich lasse A. schlafen, frühstücke im Stehen, da ihre Mitbewohnerin den Küchentisch mit Arbeit belagert.<br />
A. kommt dazu, wir trinken eine schnelle Tasse Tee. Ich schütte nach panischem Blick auf die Uhr die Hälfte in die Spüle, renne nach kurzem Abschied die Treppe hinunter zum Bus.<br />
Nach diesem Hektik-Einschub Entspannung am Bahnhof, ich habe sogar noch Zeit, Lakritz zu kaufen.<br />
Der Zug hat Verspätung und fährt "in umgekehrter Wagenreihung" ein. Lustiges Bäumchen-wechsel-dich der Leute mit Reservierung. Ich gehöre dazu.<br />
Keine Aufgabe diesmal. Ich lese weiter in "Spieltrieb", gebe das Schlafenwollen nach ein paar trotz Ohrstöpseln, Schlafmaske und Nackenhörnchen kläglichen Versuchen auf.<br />
Draußen fliegt das Land vorbei, zum zweiten Mal durchquert.<br />
Bei der Ankunft in München bestürzt mich ein Gedanke: Warum ist es nicht Berlin? Für einen kurzen Moment verfluche ich das Ankommenslose Herumreisen.]]></description>
 <category>Ausflüge</category>
<comments>index.php?itemid=1867</comments>
 <pubDate>Sat, 31 Oct 2009 18:56:20 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Tourtagebuch München, Teil 3]]></title>
 <link>index.php?itemid=1866</link>
<description><![CDATA[<b>Sonntag, 25.10.</b><br />
<br />
Ausschlafen mit Plus-Stunde, Geschenkübergabe an A., die sich sehr freut, anschließend kurzer Spaziergang zur Pinakotek der Moderne, das Wetter fast zu schön für Kunst.<br />
Trotzdem rein (Sonntagseintritt 1,-), herrliches Umschauen im großzügigen Gebäude, Licht blinzelt durch die Rotunde.<br />
Ich starte im ersten Obergeschoss, Thomas Steffl nimmt mich mit durch nackte Wälder und in schwingende Räume.<br />
Weiter weiter, durch Räume, Räume. Beuys verstört und belustigt, Magritte begeistert. Der immer wieder zwischengeschaltete Blick über die Brüstung auf Großinstallationen und Rotunde räumt auf.<br />
Ich schnappe ein paar Worte der jungen "Pi.lot"en auf - anscheinend Schüler oder Studenten, die ihr ausschnitthaftes Wissen über ihr Lieblingsbild weitergeben. Gutes Konzept.<br />
Meine Aufnahmefähigkeit sinkt, die Design-Exponate rauschen nur noch an mir vorbei.<br />
Abschließendes Stöbern im Museumsshop ein Muss.<br />
Die Sonne lockt, ich verschiebe meine zweite Pinakothek und laufe in die Altstadt. <br />
Hurra, Touri spielen! Ich kaufe mir eine Leberkäs-Semmel (wirklich nur mit viel Senf erträglich) und kraxele in einem plötzlichen Nostalgie-Anflug auf den "Alten Peter".<br />
Wunderbare Aussicht: Die Berge! Ich schicke eine euphorische MMS an M.Wieder unten komme ich plötzlich am Hofbräuhaus (von außen unspektakulär) und am Kaffehaus mit der berühmten Klaviermelodie vorbei. Um 16:00 ist Gregorianik-Konzert in der Theatinerkirche.<br />
Die Kirche ist schon recht voll, ich setze mich trotzdem nach vorn. Nach der Ansprache erscheinen sieben Männer bedächtigen Schrittes vor dem Altar. Ihr Leiter fuchtelt wild in der Luft herum, was wohl dirigieren darstellen soll.<br />
Die Orgel testet sich, was zwischenzeitlich nach Jazz oder Science Fiction klingt. Ich zupfe nervös an meiner Nagelhaut.<br />
Das Konzert ist aus, ich schleiche mich mittellos am Opferstock vorbei, gehe lieber noch zur Ausstellung vom "Birdman" Hans Langner in die Bayern LB (Eintritt frei!).<br />
Vögel, Federn, Miniaturen, irre Kostüme, verrückte Inneneinrichtungen. Der Mann ist wirklich "Birdman". Ich sehe bald den Wald vor lauter Federn nicht mehr und gehe nach Hause.<br />
Minischnack mit A., anschließend Umzug zu S., der lieben Freundin der Schwester, die mir ihre Couch für die nächsten Tage in München angeboten hat.<br />
S. hat Kürbiscremesuppe gekocht, ich fühle mich gleich sehr wohl in ihrer kleinen, feinen Wohnung. Wir essen, anschließend gibt's "Tatort" auf meiner schon ausgeklappten Schlafcouch.<br />
<br />
<b>Montag, 26.10.</b><br />
<br />
Ich schlafe aus, beim Frühstück längerer Schwatz mit Schwester K. und erstaunter Blick auf den Specht an der gegenüberliegenden Hauswand.<br />
Spät mache ich mich auf in die Altstadt, das Leihfahrrad lahmt, kein Radladen auf dem Weg. <br />
Ich nutze den "Blauen Montag" und schaue mir die <a href="http://www.hypo-kunsthalle.de/newweb/mucha.html">Mucha-Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung </a>an.<br />
Strenge Regeln verbieten Fotos, dafür Kunstpostkarten für nen Euro.<br />
Ich staune über die Größe einzelner Werke, vor allem der nachgebaute Innenraum des Bosnien-Herzegowina-Pavillons auf der Pariser Weltausstellung ist überwältigend.<br />
Die weiblichen Ausstellungsbesucher drängeln sich um die Schmuckvitrinen, ich bewundere die Theaterplakate - von denen es leider keine Postkarten gibt. <br />
Genug der Kunst, ich gehe Schokolade kaufen im Dallmayr-Haus und schlimme Torte essen im Café XX.<br />
Nach der schlimmen Torte tut eine aufgewärmte Kürbiscremesuppe gut.<br />
Abendprobe mit kleinem Durchlauf. Ab morgen werde ich schon wieder fehlen.<br />
Als ich nach Hause komme, schläft S. schon. Ich lese noch ein wenig im „Spieltrieb“ und tue es ihr bald gleich.<br />
<br />
 ]]></description>
 <category>Ausflüge</category>
<comments>index.php?itemid=1866</comments>
 <pubDate>Fri, 30 Oct 2009 22:24:33 +0100</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Tourtagebuch München, Teil 2]]></title>
 <link>index.php?itemid=1865</link>
<description><![CDATA[<b>Mittwoch, 21.10.</b><br />
<br />
<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Rhein.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
Der Reiseplan verheißt meine Lieblingsstrecke, der Rhein erscheint aber erst hinter Bonn. Endlich Fotos machen.<br />
Umsteigen in Mannheim, gar nicht lange her und ich wäre weitergefahren.<br />
Nur noch drei Stunden.<br />
<br />
<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Fahrplaene.jpg"title="" width="388" height="517"></div><br />
Ankunft in Münchens monströsem Bahnhof. Bei Burger King kann man mit Karte zahlen - ein Crispy Chicken Menü landet in meinem nörgelnden Magen.<br />
Bewehrt mit u_mag und Stadtplan zwei Stationen U-Bahn fahren. Kurze Verwirrung, da zwischen 29 und 31 etwas fehlt, aber meine erste CouchSurfing-Gastgeberin A. lotst mich sicher zu sich.<br />
<br />
<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Couch.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
Kurzer Schwatz, mein Sofa ist größer als ihr Bett und lässt mich herrlich schlafen.<br />
<br />
<b>Donnerstag, 22.10.</b><br />
<br />
<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Friede.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
Erster Probentag für "Poesie und Performance" im <a href="http://www.schwerereiter.de/index.html">Schwere Reiter</a>. Halbe Stunde Fußweg auf Umwegen. <br />
Wiedersehen mit Ausnahmeregisseurin T., die lieber nachts noch theoretische Texte liest als zu schlafen. Unheimlich. <br />
Erstes Briefing. T. eröffnet mir, dass es eine zweite Vorstellung am 4.11. geben wird. Neues Ticket buchen. <br />
Einzelprobe mit der Tänzerin, ich finde mich schnell in die Materie, das Team staunt über meinen Stimmeinsatz. <br />
Später stoßen drei weitere Kollegen dazu, wir drehen den Text durch die Impro-Mangel: "Das Ganze als antike Tragödie, bitte schön!"<br />
Probenpause, ich finde den Schleichweg, im Pfützen-Slalom nach Hause. Dürüm kann man auch in München essen.<br />
Bewerbung nach Leipzig geschickt, mit meinem lieben M. einen Skype-Schwatz für den Abend verabredet :-)<br />
Abendprobe mit Kamera, die aber nur den Kollegen filmt, der bei der ersten Vorstellung fehlen wird. Viele schöne Impro-Durchläufe, Erschöpfung lauert.<br />
Nachhauseweg vorbei an TaekWonDo und Bierstube. Ein erster Chat über die Ferne mit M., meinem lieben M. Ein paar Seiten "Spieltrieb". Schlaf, die Nase in M.'s T-Shirt gedrückt.<b>Freitag, 23.10.</b><br />
<br />
Zweiter Probentag, angesetzt bis 14:00. Eine Stunde verstreicht mit Tränentrocknen, Theorie-Unterricht und Problemwälzung. Die "Schimpfliste", eigentlich als Solostück für eine Kollegin gedacht, wird zum Chorstück - "Kafka" lässt grüßen.<br />
Nach Probenschluss Einzelarbeit - T. nimmt meine Perfektion auseinander, entlässt mich danach aber in ein probenfreies Wochenende! Wohin mit so viel Freizeit?<br />
Die Hochschulmensa hat zu, ich gehe eine andere Straße entlang, finde einen Asia-Snack. Das Essen liegt mir noch Stunden später schwer im Magen.<br />
Fußmarsch zum Hauptbahnhof, der Ticketautomat will keine großen Scheine. Also erst Geschenk für meine Gastgeberin kaufen.<br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Loewe.jpg"title="" width="388" height="517"></div><br />
Über viele Umwege (München: Die freundliche Baustelle an der Isar?) in die Altstadt. Neblig-vertraute Anblicke, ein Anruf meiner lieben Freundin M. lotst mich Richtung Monstertorten-Café. Dank Asia-Klumpen im Bauch verzichte ich.<br />
Zurück zum Bahnhof, nach vorgeschaltetem Mitbringsel-Kauf klappt's nun auch mit der Fahrkarte.<br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Koenigsplatz.jpg"title="" width="388" height="517"></div><br />
Ich bleibe im Latschwahn, laufe zu Fuß nach Hause, vorbei am Königsplatz, der ein Bisschen Brandenburger Tor plus Siegessäule sein will. <br />
In Bochum feiert mein lieber T., die Bergmannsheil-Gartenzwerge ziehen erschrocken ihre Mützen ins Gesicht. <br />
Zuhause. Mein lieber M. hat jetzt Festnetz und es klingelt sogar! Später wieder ein paar Seiten Juli Zeh und Schlaf... mit Ausschlafperspektive!<br />
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<b>Samstag, 24.10.</b><br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Flohmarkt.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
Meine Gastgeberin A. nimmt mich auf ihrem Sputz-Roller mit zum Flohmarkt am Olympiastadion. Ich nehme den Rucksack - eigentlich Garant dafür, nichts zu finden.<br />
Ich kaufe trotzdem eine Strickjacke - A. klärt mich später über die Farbe auf: "Pistazie, ganz klar!" Ich finde 10 Euro vor einem Stand. Dies wird mein Flohmarkttag!<br />
A. verabschiedet sich nach einem gemeinsamen Frühstück (Thüringer und Pommes) und ich fülle weiter meinen Rucksack. Das macht Spaß!<br />
Nach einem kurzen Anstieg zum Stadion bemerke ich, dass ich auch hier schon mal war. Nur sind damals keine Menschen aufs Dach gestiegen. Oder doch?<br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Inschrift.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
Zurück diesmal mit der U-Bahn. Schreckliches Convenience-Food aus dem Lidl stopft meinen Rucksack endgültig.<br />
Zu Hause: Schwatz mit A., später mit danish girl L. über Skype. M. schickt derweil Geständnisse, eine Tüte Haribo-Vampire betreffend, und Vermissensbekundungen. Ich liebe ihn für beides :-)<br />
Die Proben und Fußmärsche der letzten Tage zeigen ihre Wirkung: Die Schultern schmerzen, der Nacken dazu, die Beine sind schwer. Wer wollte morgen einen Pinakotheken-Marathon hinlegen? War das etwa ich?<br />
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<b>Gibt's nur in München, Teil 1</b><br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Vaterland.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Dachlawine.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Dirndl.jpg"title="" width="388" height="291"></div>]]></description>
 <category>Ausflüge</category>
<comments>index.php?itemid=1865</comments>
 <pubDate>Sat, 24 Oct 2009 19:41:23 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Tourtagebuch München, Teil 1 - Warm up in Bochum]]></title>
 <link>index.php?itemid=1863</link>
<description><![CDATA[<b>Montag, 19.10.</b><br />
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Mitfahrgelegenheit inklusive familiärer Kleinquerelen: Tochters Navi versus Vaterwissen - wer gewinnt? <br />
Ankunft bei meinem lieben Freund T., doppeltes In-die-Arme-Schließen, kleines Nachhausekommen - die Straße diesmal ohne Gewitter.<br />
Currywurst im <a href="http://www.rocknroesti.de/">Rock'n'Rösti</a>, wie-gehts-mir-wie-gehts-dir?<br />
Wir lernen dazu im ab-achtzehn-Abteil und weinen angesichts passender Lattenroste.<br />
Zuhause scheuche ich T. ins Schlafzimmer und werkele sein Geschenkprovisorium zusammen. Ungeduldige "wie lange dauert's noch"-Laute von nebenan werden professionell ignoriert.<br />
Abhängen deluxe, der Abend kriecht bei Trash-TV, versprochenem Anti-Panik-Kraulen und TKP auf Mitternacht zu.<br />
Korkenknallen, Sektfontäne (wo kam die plötzlich her?), ein unheimlicher Überraschungsgast mit Tiramisu und Wollmütze.<br />
Geschenkübergabe, später Schlaf - "er braucht blaues Licht!"<br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Schatten.jpg"title="" width="388" height="517"></div><b>Dienstag, 20.10.</b><br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Fruehstueck.jpg"title="" width="388" height="517"></div><br />
Spätes Frühstück mit allem, was das Schlemmerherz am Vortag in den Einkaufswagen warf.<br />
Jemand war artig, die Sonne beweist es. Dreimal hintereinander "Kurz mal bei Xenos klüngeln" sagen, vorher N. treffen, der eben noch am Telefon war.<br />
N. und ich wiederholen T.'s jauchzendes Blättern durch N.'s Geschenk, während dieser mit Amerika spricht: Fun, Fun, Fun!<br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Herbsttag.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
Ein Herbsttag wie aus dem Geschenkpapier gewickelt, wir erkunden den Kortumpark.<br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091024-Coffea.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
<a href="http://www.myspace.com/fraeuleincoffea">Fräulein Coffea </a>bewirtet uns draußen, wir wippen in Metallstühlen.<br />
Wir essen Nudeln mit Standard-Ratatouille, die Playlist passt sich meiner Anwesenheit an.<br />
Orlando um sieben, wir sind pünklich, sitzen in Hab-Acht-Stellung mit Blick auf die Tür. Staropramen vor uns, eine kleine Dresden-Remineszenz.<br />
Enter the friends, viele neue, ein paar bekannte Gesichter. Viel Bier geht über den Tisch, mein Portemonnaie gönnt mir eins, wofür T. mich später schimpft. Gegen Ende: Names, names, names. Mir schwirrt der Kopf, müde schlagen wir einmal lang hin und ins Bett.<br />
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<b>Mittwoch, 21.10.</b><br />
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Zum Frühstück kommt Hermes. Er wühlt in seinem Transporter, er geht zur Tür, er klingelt: Das angekündigte Elternpaket! Unter Bergen von Süßigkeiten (Eltern halt) ein Schatz an Fremderinnerungen für mich und viele viele neue und alte T.'s zum Sammeln und Liebhaben. Die aktuelle Ausgabe bringt mich zum Bahnhof, wo ich noch ein wenig Sonne tanke, bevor ich fast meinen Zug in den Süden verpasse. Was sollte mir das wohl sagen?<br />
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<b>Gibt's nur in Bochum:</b><br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Fischbuffett.jpg"title="" width="388" height="517"></div><br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Knoeterich.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091025-Kleiderklau.jpg"title="" width="388" height="517"></div>]]></description>
 <category>Ausflüge</category>
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 <pubDate>Fri, 23 Oct 2009 21:48:29 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[This girl is tocotronic]]></title>
 <link>index.php?itemid=1862</link>
<description><![CDATA[<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091004-kvartira_09.jpg"title="" width="388" height="517"></div><br />
<b>1</b><br />
Abgestaubtes Tagesticket, Partytram, Fußweg in Fahrradfahrerjacke<br />
angekommen im kvartira, KOOK<br />
wen kümmern Kabel, wenn die venue stimmt<br />
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<b>2</b><br />
erste Zeilen vor Goldtapete, es ist Sommer, ich rühre Pudding<br />
kleine Pointen fallen von der Schnur, zu rasch hintenangefädelt, ich drücke den lautlosen Auslöser<br />
ein Knacken, ein Raunen, es geht auch ohne Membran dazwischen, Glas klirrt vor leiser Vorsicht an Zähne<br />
<br />
<b>3</b><br />
wo wir uns finden, hören wir von Uwe<br />
Spielzeugautos krachen ineinander, eine Mark für jede tote Maus, wer hat den Brand gelegt?<br />
<br />
<b>4</b><br />
Leerlauf, das Bier noch halb voll<br />
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<b>5</b><br />
letzte Zeilen vor Freunden<br />
ich komm nicht mit, ich geh nicht mit, eine einnehmende Ausnahme<br />
Lokalkolorit wird abgebürstet, vielleicht leichter mitzunehmen so<br />
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<b>6</b><br />
im Halbdunkel ein Mann, eine Gitarre und Bruno Ganz ist Adolf Hitler<br />
sein Kopf schüttelt Zeilen von sich, Gold überschlägt sich in der Kehle, wie heißt seine Band?<br />
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<b>7</b><br />
Geldfragen, Kinderfragen, ich schnappe nach Worten, stibitze ein paar Sätze<br />
es geht uns gut<br />
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<b>8</b><br />
des Tagestickets letzte Reise, zuhause liegt "Geld oder Leben" neben dem Bett<br />
wie gut zu lesen!<br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091004-kvartira_03.jpg"title="" width="388" height="517"></div><br />
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<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091004-kvartira_06.jpg"title="" width="388" height="517"></div><br />
<br />
<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091004-kvartira_12.jpg"title="" width="388" height="291"></div><br />
<br />
<div style="text-align: center"><img src="http://stolperblog.de/system-cgi/blog/media/822809//20091004-kvartira_15.jpg"title="" width="388" height="517"></div>]]></description>
 <category>Ausflüge</category>
<comments>index.php?itemid=1862</comments>
 <pubDate>Fri, 02 Oct 2009 19:54:00 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title><![CDATA[Ich da im Radio]]></title>
 <link>index.php?itemid=1857</link>
<description><![CDATA[Immer wieder eine Begegnung der besonderen Art: Seine eigene Stimme im Radio zu hören. Von daher war ich gestern froh, nicht alleine zu sein, als meine vor fast einem Monat vorproduzierte "High Fidelity"-Sendung über den RBB-Äther kam. M. und ich fläzten uns mit Wein aufs Sofa und ich staunte während des Zuhörens über so wenig Schnitt - bei dann doch so kurzer Sendezeit. Nach gerade mal einer Dreiviertelstunde lief schon mein "Beerdigungssong" und das wars. Schade, hätte mir gern weiter zugehört. M. zeigte sich beeindruckt, so dass wir nach seinem Abend am Freitag dahingehend quitt sind. <br />
Ihr Lieben da draußen, ich weiß, dass ihr dies hier lest: Wer mir gestern zugehört hat, der schreibe doch in den Kommentaren, wie es ihm/ihr gefallen hat, ich bin neugierig. Und wer es verpasst hat, kann entweder in der Nacht zu morgen zwischen 4:00 und 5:00 die Wiederholung hören oder <a href="http://www.radioeins.de/programm/sendungen/high_fidelity/audioarchiv/index.html">hier</a> den Audiomitschnitt runterladen. Viel Spaß damit wünscht <br />
<br />
der Schnatter... ääh, Stolpervogel]]></description>
 <category>Vogelgezwitscher</category>
<comments>index.php?itemid=1857</comments>
 <pubDate>Mon, 28 Sep 2009 10:23:42 +0200</pubDate>
</item>
  </channel>
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